{"id":2778,"date":"2014-12-17T13:10:07","date_gmt":"2014-12-17T11:10:07","guid":{"rendered":"http:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/cms\/?post_type=portfolio&#038;p=2778"},"modified":"2014-12-17T13:25:16","modified_gmt":"2014-12-17T11:25:16","slug":"aufbruch-aus-der-frauenecke","status":"publish","type":"portfolio","link":"https:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/cms\/film\/aufbruch-aus-der-frauenecke\/","title":{"rendered":"Aufbruch aus der Frauenecke"},"content":{"rendered":"<div class=\"flex_column av_three_fourth  flex_column_div first  avia-builder-el-0  avia-builder-el-no-sibling  \" ><section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><h3 style=\"text-align: justify;\">Aufbruch aus der Frauenecke<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem vergangenen Jahr sind sie nicht zu \u00fcbersehen: Filme von Regisseurinnen kommen ins Kino, gewinnen Preise und fallen auf. <a href=\"http:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/biographien\/f47086_b.htm\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Esther Gronenborn<\/a> (&#8222;alaska.de&#8220;), <a href=\"http:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/filmographien\/f_jopp_f.htm\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Vanessa Jopp<\/a> (&#8222;Vergiss Amerika&#8220;, &#8222;Engel und Joe&#8220;), Connie Walther (&#8222;Feuer und Flamme&#8220;), <a href=\"http:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/biographien\/f_schanelec_bio.htm\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Angela Schanelec <\/a>(&#8222;Mein langsames Leben&#8220;) und <a href=\"http:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/filmographien\/f_nettelbeck_f.htm\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Sandra Nettelbeck<\/a> (&#8222;Mostly Martha &#8211; Drei Sterne&#8220;) geh\u00f6ren in diese Reihe, aber auch die \u00f6sterreichische Regisseurinnen <a href=\"http:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/biographien\/f_albert_bio.htm\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Barbara Albert<\/a> (&#8222;Nordrand&#8220;), <a href=\"http:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/biographien\/f_hausner_bio.htm\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Jessica Hausner<\/a> (&#8222;Lovely Rita&#8220;) und Valeska Grisebach (&#8222;<a href=\"http:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/film\/f005376.htm\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Mein Stern<\/a>&#8222;), deren Jahrgang an der Wiener Filmakademie inzwischen als &#8222;Wiener Schule&#8220; gelobt wird. Die Nachwuchsregisseurinnen <a href=\"http:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/biographien\/f_speth_bio.htm\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Maria Speth <\/a>(&#8222;In den Tag hinein&#8220;) und Barbara Gebier (&#8222;Salamander&#8220;) drehten Abschlussfilme mit sehr pers\u00f6nlichen Geschichten ihrer Generation und sind damit auf dem Sprung in die professionelle Karriere. Die Schauspielerinnen Maria Bachmann (&#8222;Thema Nr. 1&#8220;) und Nicolette Krebitz (&#8222;Jeans&#8220;) wechselten im letzten Jahr ins Regiefach, letztere macht sich als Produzentin auch f\u00fcr die Chancen des digitalen Films stark.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter den etablierten Regisseurinnen haben Franziska Buch und Caroline Link j\u00fcngst mit K\u00e4stner-Verfilmungen Erfolgszahlen im Familienkino erreicht. Hermine Huntgeburth dreht gerade &#8222;Bibi Blocksberg&#8220;, einen Fantasy-Film nach der ber\u00fchmten Kinderh\u00f6rspielserie. Und ab Winter kommt Caroline Links neuer Film, &#8222;Nirgendwo in Afrika&#8220;, eine Jugendgeschichte aus der Nazi-Zeit, in die Kinos.<br \/>\nDoris D\u00f6rrie, deren digital produzierter Film &#8222;Erleuchtung garantiert&#8220; letztes Jahr im Kino, wie sie sagt, &#8222;funktionierte&#8220;, beginnt im Oktober mit neuen Dreharbeiten. Parallel dazu wird ein Buch von ihr erscheinen, auf dem die neue Sechs-Personen-Kom\u00f6die basiert. Vivian Naefe, zuletzt mit &#8222;Zwei M\u00e4nner, zwei Frauen, vier Probleme&#8220; 1998 im Kino, hat seit dem letzten Jahr f\u00fcnf Fernsehfilme abgedreht und bereitet jetzt einen Fantasy-Film als Kinostoff vor. Jeanine Meerapfels neuer Film &#8222;Annas Sommer&#8220;, eine deutsch-spanisch-griechische Koproduktion, entstand parallel zu ihrer T\u00e4tigkeit als Professorin an der K\u00f6lner Medienhochschule und wurde gerade beim Filmfestival Montreal uraufgef\u00fchrt. Viele Namen lie\u00dfen sich erg\u00e4nzen. Vivian Naefe bemerkt, dass aus ihrem Jahrgang an der M\u00fcnchener HFF immer mal wieder Sherry Hormann, Ute Wieland, Liliane Targownik und sie selbst pr\u00e4sent sind, nicht jedoch ihre m\u00e4nnlichen Absolventenkollegen vom Anfang der achtziger Jahre.<br \/>\nEine l\u00e4ngere Liste ergeben auch die Namen der Fernsehspielregisseurinnen, unter ihnen Gabi Kubach, Ilse Hofmann, Dagmar Damek, Carola Hattop, Martina Elbert, Claudia Prietzel und viele andere. Margarethe von Trotta str\u00e4ubte sich lange, f\u00fcr das Fernsehen zu arbeiten. Seit einigen Jahren l\u00e4sst sie sich jedoch, wie sie ihrem Biographen Thilo Wydra erkl\u00e4rte, &#8222;gelassen und optimistisch&#8220; auf das kleinere Bildschirmformat und die unterschiedlichen Inszenierungsbedingungen ein. Zuletzt war im vergangenen Jahr ihre mehrteilige Verfilmung von Uwe Johnsons Roman &#8222;Jahrestage&#8220; im Fernsehen zu sehen.<br \/>\nNicht zu vergessen sind die Dokumentarfilmerinnen, die im laufenden Jahr den schwierigen Weg ins Kino schafften: Helga Reidemeister (&#8222;Gotteszell&#8220;) und Solveig Kla\u00dfen (&#8222;Jenseits von Tibet&#8220;), demn\u00e4chst auch Monika Treut (&#8222;Kriegerin des Lichts&#8220;) mit dem Portrait einer Brasilianerin, die sich um Stra\u00dfenkinder k\u00fcmmert. Mit einem Portrait ihres Vaters gewann Karin Jurschick (&#8222;Danach h\u00e4tte es sch\u00f6n sein m\u00fcssen&#8220;) Preise. F\u00fcr den Dokumentarfilm &#8222;Groundspeed&#8220; gewann Luzia Schmid von der Medienhochschule K\u00f6ln gerade den First Steps Award &#8211; au\u00dfer ihr waren auch die dffb Studentin Juliette Cazenave (&#8222;Nicole und Jean&#8220;) und die &#8222;Konrad Wolf Studentin Shaheen Dill-Riaz Ahmed (&#8222;Sand und Wasser&#8220;) nominiert. Neue Filme von Susanne Ofteringer (&#8222;Nico-lcon&#8220;) und Aelrun Goette (&#8222;Ohne Bew\u00e4hrung&#8220;) sind zu erwarten.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Regel oder Ausnahme?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Haben wir es mit einer zuf\u00e4lligen Konjunktur zu tun, die bald wieder verebbt? Oder haben die Frauen in der Filmbranche erreicht, wovon in den Spitzenpositionen der Wirtschaft, der Politik und der Kultur in Deutschland sonst noch l\u00e4ngst nicht die Rede ist\u00a0 Gleichstellung ohne Quote und Kampfl\u00e4rm?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Feststeht, dass noch nie so viele Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen und Produzentinnen am Werk waren wie heute, dazu erheblich mehr Redakteurinnen und Producerinnen in den Fernsehanstalten und Frauen in den F\u00f6rdergremien, verglichen mit der ersten kleinen Welle neuer deutscher Filme von Frauen vor rund f\u00fcnfundzwanzig Jahren &#8211; eine pr\u00e4zise Studie \u00fcber die tats\u00e4chliche Entwicklung gibt es jedoch leider bisher nicht.<br \/>\nAuch in anderen k\u00fcnstlerischen Medien treffen mehr Frauen kreative Entscheidungen und machen Regie. Im Theater, beim Tanz, in der Musik gehen von ihnen neue Impulse aus. In diesem Gesamtbild scheint die Aufholbewegung der Filmfrauen quer durch die Spezialberufe und Sparten wie ein langer ruhiger Fluss, der durch nichts mehr zu stoppen ist.<br \/>\nEin weniger entspanntes Bild zur Lage entsteht jedoch im Gespr\u00e4ch mit einigen der anfangs genannten Filmemacherinnen. Einerseits erkl\u00e4ren sie \u00fcbereinstimmend, dass das emanzipatorische Programm der \u00e4lteren Generation in ihren Augen in eine Sackgasse f\u00fchrte, andererseits stellen viele \u00fcberrascht fest, dass ihr Beruf heute doch immer noch eine M\u00e4nnerdom\u00e4ne ist. Welcher Standpunkt trifft also die Situation? Der eine behauptet, es gibt keine geschlechtsspezifische Ausgrenzung, und &#8211; so sie einst existierte &#8211; war sie nicht den M\u00e4nnern anzulasten. Der andere beschreibt die nach wie vor aktuelle Erfahrung, in der Filmbranche mit &#8222;buddy systems&#8220; konfrontiert zu werden. Da herrschen Spielregeln, die Frauen nicht gel\u00e4ufig sind.<br \/>\nEinerseits wollen Connie Walther, Hermine Huntgeburth, Sandra Nettelbeck, Esther Gronenborn, Caroline Link und Dagmar Damek nicht in die &#8222;Frauenecke&#8220; gestellt werden, sondern Filme &#8222;f\u00fcr alle&#8220; machen (Link). Sie wollen &#8222;menschliche Filme, nicht Frauenfilme&#8220; drehen (Huntgeburth), &#8222;nicht in die Underdog-Rolle&#8220; kommen (Naefe), sondern &#8222;als Person&#8220; ernstgenommen werden (Gronenborn). Andererseits stellen die Befragten zumeist fest, dass Frauen in der Branche mit anderen Augen angesehen werden als M\u00e4nner. Vertraut man ihnen die gleichen Budgets an wie einem gleich versierten Mann? K\u00f6nnen sie sich denselben Habitus leisten &#8211; bei der Arbeit, im Umgang mit dem anderen Geschlecht &#8211; wie ihre Kollegen? Haben sie die gleichen Chancen beim Start?<br \/>\nJ\u00fcngstes Beispiel, wom\u00f6glich ein Signal f\u00fcr den n\u00e4chsten Knick in der Konjunktur: beim First Steps Award dieses Jahres waren in allen Kategorien mehr Frauen als M\u00e4nner nominiert, nur nicht beim abendf\u00fcllenden Spielfilm. In der &#8222;K\u00f6nigsdisziplin&#8220; blieben die Nachwuchsregisseure unter sich.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>R\u00fcckblick<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was wirklich erreicht wurde, l\u00e4sst sich mit einem Blick in die Geschichte beschreiben. Erst in den letzten drei von beinahe elf Jahrzehnten, seit denen Kino exisitiert, haben die Frauen in nennenswerter Zahl ihren Anspruch auf Regie angemeldet. Heute gibt es fast ebenso viele Studentinnen wie Studenten an den deutschen Filmhochschulen. Bei deren Gr\u00fcndung um 1966 waren die Studentinnen noch eine exotische Minderheit. Auch im \u00e4lteren Ausbildungssystem der DDR schaffte es trotz formaler Gleichstellung nur eine winzige Zahl Frauen, in Regie-Posten aufzusteigen. Kino als M\u00e4nnerdom\u00e4ne &#8211; das ist die universelle Ausgangslage, die erst mit deutlichem Verzug nach der 68er-Bewegung, bzw. dem Prager Fr\u00fchlings von den interessierten Frauen selbst attackiert wurde.<br \/>\nAnfangs ein technisches Spielzeug f\u00fcr Erfinder und Ingenieure, auch eine Zukunftsinvestition f\u00fcr Unternehmer, war Kino per se eine M\u00e4nnerdom\u00e4ne. Die traditionellen Rollen blieben klar verteilt: Frauen hatten vor der Kamera ihre Rollen als spektakul\u00e4re Blickf\u00e4nge und dramatische Heldinnen, oder sie waren im Hintergrund, in den Rohfilmfabriken, Labors und Kopierwerken als billige Arbeitskr\u00e4fte besch\u00e4ftigt. Henny Porten und Asta Nielsen gr\u00fcndeten Produktionsfirmen, um mit ihren Hausregisseuren vor allem interessantere Rollen f\u00fcr sich selbst entwickeln zu k\u00f6nnen. Ein Schuss Exzentrizit\u00e4t, Star-Renommee in der Branche und viel eigenes Geld waren dazu n\u00f6tig. Als Regisseurinnen wagten sich noch weniger Frauen ins Gesch\u00e4ft: Olga Tschechowa und Leontine Sagan beispielsweise, die mit je einem einzigen Film bekannt wurden. Leni Riefenstahl meldete 1932 mit ihrem Deb\u00fct &#8222;Das blaue Licht&#8220; den hartn\u00e4ckigsten Anspruch an, sich selbst zu inszenieren und restlos alle Aspekte des Filmemachens in ihrer Firma autonom zu kontrollieren. Sie konnte ihr radikales Autorenkonzept ausgerechnet in Diensten von Hitler weiterentwickeln. Ihre NS-Parteitags- und &#8222;Olympia&#8220;-Filme machten sie in jeder Hinsicht zur absoluten Ausnahmeerscheinung innerhalb des von Goebbels beherrschten Filmapparates und nicht zuletzt zur umstrittensten Figur in der schmalen Ahnengalerie der deutschen Filmemacherinnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die erste Generation<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weder der Filmboom in der BRD der 50er-Jahre, noch die gef\u00f6rderte und geg\u00e4ngelte Filmkultur im anderen deutschen Staat DDR r\u00e4umte den Frauen gleichwertige Chancen ein. Auch im Fernsehen blieb in den 60er Jahren zun\u00e4chst die traditionelle Rollenverteilung erhalten. Im staatlichen Filmstudio DEFA und dem Fernsehen der DDR arbeiteten schon fr\u00fch filmwissenschaftlich ausgebildete Frauen als Dramaturginnen oder Autorinnen. Auch im Filmschnitt, der Kost\u00fcmbildnerei und der Maske waren viele Frauen t\u00e4tig. Angesichts der offiziellen Politik, Frauen in technischen Berufen allgemein zu f\u00f6rdern, blieb in vierzig Jahren DDR-Geschichte die Zahl der Regisseurinnen im Dokumentar- wie im Spielfilmbereich auffallend gering. Ingrid Reschke, Iris Gusner, Evelyn Schmidt, Sybille Sch\u00f6nemann, Gitta Nickel, Heike Misselwitz sind die bekannten Namen. (Die weibliche Sprachform &#8222;Regisseurin&#8220; lehnten die DDR-Frauen im \u00fcbrigen kategorisch ab.) Die Behinderung ihrer Arbeit durch staatliche \u00dcberwachung w\u00e4re eine eigene Fallgeschichte wert, die sich nicht mit der ersten Generation der Filmemacherinnen in der BRD vergleichen l\u00e4sst. Die Regisseurinnen des &#8222;Neuen deutschen Films&#8220; der BRD in den 60er und vor allem 70er Jahren kamen aus filmnahen Berufen, sie waren Schauspielerinnen, Cutterinnen, Fotografinnen, Fernsehansagerinnen. Meist verschafften sie sich mit Kurzfilmen erste Aufmerksamkeit oder lernten in der Zusammenarbeit mit ihren Partnern, bis sie sich aus der Unterordnung l\u00f6sten. Die Filmhochschulabsolventinnen stellten lange Zeit nicht die Mehrheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Helma Sanders-Brahms, Margarethe von Trotta, Ulrike Ottinger, Helke Sander, Jutta Br\u00fcckner, Elfi Mikesch, Helga Reidemeister, Ula St\u00f6ckl, Susanne Beyeler und weitere bildeten damals keine feste Gruppierung. Sie profitierten vom gesteigerten Interesse an Frauenthemen, das mit der feministischen Bewegung entstand, und sie griffen mit ihren k\u00fcnstlerischen Kommentaren auf die deutsche Wirklichkeit in kulturelle Diskussionen ein. Untereinander unterschieden sie sich deutlich durch ihre N\u00e4he bzw. Distanz zu den damaligen feministischen Str\u00f6mungen. Ihre Erz\u00e4hlformen betonten die subjektive\u00a0 Perspektive, wenn auch die Filme in den Grundmotiven dem &#8222;Neuen deutschen Film&#8220; verwandt waren, das hei\u00dft gesellschaftskritische Polemik mit der Trauerarbeit \u00fcber die deutsche Geschichte verbanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Filmemacherinnen der ersten Generation in der BRD war gemeinsam, dass sie mehr Autonomie reklamierten. Sie stellten die Frauen-Perspektive auf ihre Themen und Figuren in den Mittelpunkt und probierten daneben auch neue Produktionsformen aus, indem sie gelegentlich gezielt Frauen in ihre Teams aufnahmen. Die Filme erz\u00e4hlten von weiblichen Erfahrungen und Verletzungen; einige besch\u00e4ftigten sich kritisch mit den Folgen der Nazi-Zeit und alle zeichneten sich dadurch aus, dass sie den traditionellen Rollenbildern radikal misstrauten. Es gab subtile Frauen-Psychogramme ebenso wie handfeste Geschichtsanalysen, Gesellschaftskritik und \u00e4sthetische Utopien in den Filmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann May Spiels&#8216; [sic] subversive Hippie-Kom\u00f6die &#8222;Zur Sache, Sch\u00e4tzchen\u201c dazu rechnen, das verspielte Portrait eines nonkonformistischen Mannes, auch &#8222;Redupers&#8220;, Helke Sanders Traum von der \u00dcberwindung der Berliner Mauer durch die Experimente einer Fotografin, oder Ulrike Ottingers apsychologische, experimentelle Filme, die das &#8222;Wesentliche im Artifiziellen&#8220; aufsuchten (Eva Meyer), schlie\u00dflich auch Margarethe von Trottas Frauenportraits, vor allem &#8222;Die bleierne Zeit&#8220;. Es gab also nie einen pauschalen feministischen Film, sondern ein gutes Dutzend unterschiedlicher Handschriften und Phantasiewelten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihre jeweiligen schwierigen Berufsstarts f\u00fchrten beinahe zwangsl\u00e4ufig dazu, dass die Frauen den Anspruch formulierten, als individuelle k\u00fcnstlerische Pers\u00f6nlichkeiten ernstgenommen zu werden. Das schloss nicht aus, dass sie einander &#8211; entsprechend der allgemeinen Aufbruchsstimmung &#8211; auf Festivals und zu Symposien trafen und damit ihrem Gruppeninteresse eine lautere Stimme verschafften. Andererseits gab es auch innerhalb der kleinen Frauenfilmszene heftige Kritik, zum Beispiel in der von Helke Sander herausgegebenen Zeitschrift &#8222;Frauen und Film&#8220;, von der sich einige Regisseurinnen wenig gef\u00f6rdert oder tief gekr\u00e4nkt f\u00fchlten. Und nicht zu vergessen: Auch unter den Filmemacherinnen gab es eine Berliner und eine M\u00fcnchener Fraktion, die einander reserviert gegen\u00fcber standen, \u00e4hnlich wie sich die &#8222;Schule des Berliner Arbeiterfilms&#8220; scharf gegen M\u00fcnchener Filmemacher wie Klaus Lemke, Wim Wenders oder Niklaus Schilling abgrenzte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon auf dem H\u00f6hepunkt der ersten Welle hatten die Filmemacherinnen dieselbe Angst wie ihre Kolleginnen heute, unter &#8222;Frauenfilm&#8220; in eine Nische abgeschoben zu werden. Widerwillig fanden sie jedoch immer wieder ihr Publikum unter diesem Etikett, denn die halbkommerziellen Verleihe warben damit und die Filmkritik nahm sie so zur Kenntnis. Als spezielles Teilprodukt des &#8222;Neuen deutschen Films&#8220; wurden sie international bekannt. So war die &#8222;Frauenecke&#8220; fatalerweise im Ausland ein Bonus und im Inland ein Fluch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberhaupt entwickelte sich nicht nur eine Erfolgsgeschichte. Die Filme von Helma Sanders-Brahms, Margarethe von Trotta, Jeanine Meerapfel und Ulrike Ottinger polarisierten die Kritik und das Publikum immer \u00f6fter, auch das von der Frauenbewegung stimulierte. Noch heute verweisen die genannten leidenschaftlich verletzt auf ihre internationale Reputation, w\u00e4hrend sie sich von der deutschen Kritik zu Unrecht abgewatscht oder zu Zeiten gar &#8222;vernichtet&#8220; f\u00fchlten, wie es Margarethe von Trotta von der Resonanz auf ihren Film &#8222;Heller Wahn&#8220; bei den Berliner Filmfestspielen 1981 berichtet.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vorbilder?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fragt man Regisseurinnen heute nach ihren Vorbildern, so f\u00e4llt auf, dass die erste, noch t\u00e4tige Generation und ihre \u00e4lteren Filmen kaum mehr als historische Gr\u00f6\u00dfen wahrgenommen werden. Einzig Margarethe von Trottas &#8222;Die bleierne Zeit&#8220; hat bei Connie Walther, Esther Gronenborn und Sandra Nettelbeck Spuren hinterlassen.Caroline Link sch\u00e4tzt Jane Campions &#8222;An Angel at my table&#8220;.Doris D\u00f6rrie f\u00fchlte sich fr\u00fcher von Agn\u00e8s Varda und Martha Meszaros inspiriert, aber auch von Martin Scorsese; sie sieht die einstigen Vorbilder jedoch blasser werden, seit sie selbst immer mehr Filme macht. Jessica Hausner kann sich an die Kurzfilme der Wiener Experimentalfilmerin Valie Export und an K\u00e4the Kraatz erinnern. F\u00fcr die an Literaturadaptionen interessierte Dagmar Damek spielt Truffaut eine gro\u00dfe Rolle. Angela Schanelec bezieht sich auch auf die filmkritischen und -theoretischen Arbeiten von Frieda Grafe. Maria Speth ihrerseits f\u00fchlt sich von Angela Schanelecs Filmen angeregt (auch weil sie mit dem gleichen Kameramann Reinhold Vorschneider zusammenarbeiten). Und Vanessa Jopp sieht Lars von Trier und David Lynch als ihre Idole.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es f\u00e4llt auf, dass alle \u00fcbereinstimmend betonen, wie wichtig es ist, die eigene Individualit\u00e4t zu entwickeln. &#8222;Sich selbst treu bleiben&#8220; gilt als das beste Mittel, um sich durchzusetzen und um gegen die Zumutung des Mittelma\u00dfes und der Stereotypen immun zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vergleicht man zwischen der \u00e4lteren und der j\u00fcngeren Generation, wird deutlich, dass die Emanzipationsgeste im Grunde der gleiche existentielle Karrieremotor geblieben ist. Doch die Strategien der Frauen beruhen heute auf anderen gesellschaftlichen Mustern. Das Dilemma ihrer Sorge um Ausgrenzung oder mangelnde Durchsetzungskraft ist dasselbe, doch haben sich die Rahmenbedingungen derart ge\u00e4ndert, dass die Kommunikation zwischen den Generationen abgebrochen ist. Kurz: die kreative Un\u00fcbersichtlichkeit bei den \u00e4lteren Filmemacherinnen verschwand aus dem kollektiven Ged\u00e4chtnis, \u00fcbrigblieb der Abwehrreflex gegen die &#8222;Frauenecke.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fcher grenzten sich die Frauen von herrschenden patriarchalen Filmstereotypen ab und konzentrierten sich dabei oft auf Frauengeschichten. Die Furcht vor Mittelma\u00df, bzw. Medienkompatibilit\u00e4t trieb sie weitaus weniger um als die Sorge, mit ihrem avantgardistischen Anspruch exemplarisch zu scheitern. Heute halten Filmemacherinnen den frauenspezifischen Fokus f\u00fcr beschr\u00e4nkt und meiden dessen Pathos. Aber sie wappnen sich mit einem vergleichbaren Selbsthilfeprogramm: Indem sie auf den &#8222;eigenen Geschichten&#8220; beharren (Speth, Hausner, Gronenborn, Nettelbeck) wollen sie an der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Autonomie als einem k\u00fcnstlerischen \u00dcberlebensmittel festhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Filmemacherinnen der ersten Generation betonten ihre autobiografischen Geschichten, ihre subjektive Wahrhaftigkeit. Das war eines ihrer st\u00e4rksten Mittel, endlich als eigenst\u00e4ndig wahrgenommen zu werden. Heute ist der Wunsch nach authentischem Ausdruck ebenso gro\u00df, doch muss er sich gegen die Konkurrenz einer weitaus gr\u00f6\u00dferen Masse schematischer Plot-Vorgaben, das hei\u00dft gegen die Raster der Medienkompatibilit\u00e4t durchsetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doris D\u00f6rrie fand die deutschen Regisseurinnen verbissen, die Filmfrauenprobleme langweilig und den Feminismus unsexy. Im Nachhinein sieht sie Vivian Naefe und sich selbst in den fr\u00fchen achtziger Jahren als erste Girlie-Generation. \u00dcberhaupt pl\u00e4diert sie f\u00fcr spielerischen Umgang &#8211; mit flexiblen und billigen Produktionsmitteln ebenso wie mit Stoffen, Themen und Geschlechterrollen. Sie habe die &#8222;Mann\/Frau&#8220;-Debatte bei ihren Projekten &#8222;nie zugelassen&#8220;, stellt sie fest. Das Image sollte nicht wie ein Menetekel wirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vivian Naefe hat nie Benachteiligung erfahren. Sie sieht es positiv, als Regisseurin etwas Besonderes zu sein, erz\u00e4hlt sie. Wenn ein Projekt eine sensible Hand brauche, werde eben eine Frau beauftragt. Harte Action-Filme kommen f\u00fcr sie nicht in Frage, ihre &#8222;Tatort&#8220;-Inszenierungen sind deshalb eher Thriller. Mit der Tr\u00e4gheit der Entscheidungstr\u00e4ger im Fernsehen geht sie gelassen um: Nach einer Arbeitergeschichte bekommt man eben f\u00fcnf weitere angeboten, nach einer Frauengeschichte l\u00e4uft man ebenso Gefahr, festgelegt zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Just do it&#8220; &#8211; die Maxime von Doris D\u00f6rrie und Vivian Naefe trifft bei den j\u00fcngeren auf mehr Skepsis als Begeisterung. Zwar sind einige Regisseurinnen in dieser Saison im Kino pr\u00e4sent sind, doch das hindert sie keineswegs daran, die Lage kritischer zu sehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wie durchsetzen?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frauen vermeiden die &#8222;Frauenecke&#8220; und stellen dennoch fest, immer noch als Frauen betrachtet zu werden.- soweit die Diagnose. Sie m\u00fcssen beweisen, dass sie Technik und Handwerk beherrschen, M\u00e4nner am Set m\u00fcssen das nicht unbedingt. &#8222;Gut sein&#8220; muss eine Frau, sagen Vivian Naefe, Dagmar Damek, Hermine Huntgeburth, Caroline Link; &#8222;besser sein&#8220; muss sie, sagen Connie Walther, Esther Gronenborn und Sandra Nettelbeck. Jessica Hausner wundert sich, dass vor allem die Beleuchter zun\u00e4chst stillschweigend voraussetzen, dass die Regisseurin nicht wei\u00df, wovon sie spricht. Sie erinnert sich an die eigene Jugend und stellt wie Caroline Link und Sandra Nettelbeck fest, dass deren emanzipierte Ma\u00dfst\u00e4be im Filmgesch\u00e4ft wenig gelten. Als Arroganz k\u00f6nne man dieses eingeschliffene Verhalten der M\u00e4nner am Set meist nicht bezeichnen, eher als &#8222;Wegh\u00f6r-Ph\u00e4nomen&#8220;, meint Esther Gronenborn.<br \/>\nCaroline Link meint, sie verdanke der Muttergeneration, dass sie vollkommen gleich erzogen worden sei und darum heute den feministischen Standpunkt nicht braucht. Sie z\u00e4hlt zu den notwendigen Eigenschaften einer Regisseurin die Willensst\u00e4rke, eine gewisse Dominanz und die F\u00e4higkeit zum Dirigieren. &#8222;Tough sein&#8220; und &#8222;durchpowern&#8220; m\u00fcsse sie, um das Kommando am Set zu behalten. Vielleicht w\u00fcrden M\u00e4dchen immer noch dazu erzogen, sanft, sozial und verst\u00e4ndnisvoll zu sein und h\u00e4tten deshalb keine Lust, sich auf die hierarchische Angelegenheit des Filmemachens einzulassen, vermutet sie.<br \/>\nDagmar Damek dagegen zweifelt daran, dass eine Frau sich durchsetzen k\u00f6nne mit Dominanz und Lautst\u00e4rke. Es gehe nur mit handwerklicher Pr\u00e4zision, klaren Anweisungen und einem angenehmen Ton, andernfalls nehme jedermann der Regisseurin \u00fcbel, &#8222;zickig&#8220; zu sein. Hermine Huntgeburth und Connie Walther warnen vor den Vorstellungen dar\u00fcber, was eigentlich frauenspezifisch sei. In der Filmbranche habe man es oft mit puren psychische Projektionen zu tun, die bei der Arbeit eher behindern.<br \/>\nWas also m\u00fcssen Filmemacherinnen tun, um sich durchzusetzen und eine dauernde Karriere aufzubauen? Schreiben, die Autorin der eigenen Filme sein &#8211; das sehen Vivian Naefe, Dagmar Damek, Doris D\u00f6rrie, Sandra Nettelbeck als Schl\u00fcssel zur n\u00f6tigen Geduld, Power und Geschicklichkeit im Umgang mit Entscheidungstr\u00e4gern. Angela Schanelec \u00fcberbr\u00fcckt so die langen Warteschleifen zwischen den Projekten und erarbeitet sich die Sicherheit, gewisse Drehbuchbesprechungen als \u00fcberfl\u00fcssig anzusehen.<br \/>\nK\u00e4mpfen f\u00fcr das eigene Projekt, zum eigenen Erfahrungsschatz stehen und die eigene Haltung zur Geschichte verteidigen &#8211; darin liegt f\u00fcr Maria Speth, Esther Gronenborn, Jessica Hausner auch politisches Potential. Anf\u00e4ngerinnen, sagt Maria Speth, brauchen die \u00dcberzeugung, ihr Selbstbewu\u00dftsein vor einem Forum (den Entscheidungstr\u00e4gern, Mitarbeitern und dem Publikum) auch als Frage nach ihrem politischen Bewu\u00dftsein zu erproben.<br \/>\nEine andere Entschiedenheit \u00e4u\u00dfert sich hier als in der Betonung von Lust und Spiel, die Caroline Link und Doris D\u00f6rrie als Voraussetzung zur Karriere stark machen. Letzlich h\u00e4tten viele Frauen eben &#8222;keine Lust&#8220;, sich auf die H\u00e4rte und den Stress des Berufes einzulassen, vermutet Caroline Link.<br \/>\nDie Selbstbeschreibungen der j\u00fcngsten Generation verkn\u00fcpfen wieder die Frage von Selbstbewu\u00dftsein und politischer Haltung &#8211; und nehmen so auf andere Weise Erfahrungen wieder auf, die Margarethe von Trotta r\u00fcckblickend \u00e4hnlich beschrieb. Das Filmemachen stellt also Bedingungen, unter denen die neuen Regisseurinnen sich immer wieder als Frauen &#8211; als bewu\u00dfte Frauen &#8211; wahrnehmen.<br \/>\nWie vertr\u00e4gt sich der Durchsetzungswille von Filmemacherinnen mit dem Wunsch nach Kindern? Caroline Link schlie\u00dft Karriere und Kinder zun\u00e4chst aus, weil die Arbeit zu zeitintensiv sei. Hermine Huntgeburth und Angela Schanelec machen die Erfahrung, dass Beruf und Kinder m\u00f6glich sind, wenn die Familie hilft. Maria Speth hat ihren Abschlussfilm fr\u00fcher fertiggestellt als Studienkolleginnen &#8211; ihr Kind, meint sie, habe ihr geholfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Blick \u00fcber die Grenze nach \u00d6sterreich: Ein Mittel, das Autorenfilmer immer wieder entdeckt haben, nutzen auch Jessica Hausner, Barbara Albert und zwei befreundete Kollegen. Sie gr\u00fcndeten in Wien ihre eigene Produktionsfirma, arbeiten darin gemeinsam an gegenseitigen Projekten und schaffen sich so die Basis, die Jessica Hausner zur Durchsetzung wichtig findet: Es geht darum, gegen\u00fcber Koproduzenten Macht in der Hand zu behalten und dieses Selbstbewu\u00dftsein in den Film zu investieren. Vielversprechende Abschlussfilme von Frauen gibt es jedes Jahr &#8211; wenn auch, siehe First Steps Award, oft im kleineren Format. Sie entstehen heute durch fr\u00fchzeitige Kontakte mit Produktionsfirmen und Fernsehredaktionen. Eine gro\u00dfe Zahl j\u00e4hrlicher Absolventen wird, meint Vivian Naefe, &#8222;quasi zum ersten Film hingetragen&#8220;. Sich danach durchzusetzen, anstatt unter dem enormen Konkurrenzdruck unterzugehen, ist die Kunst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob die derzeitige Saison der Regisseurinnen ein Intermezzo bleibt, h\u00e4ngt auch davon ab, mit welchem R\u00fcstzeug der Nachwuchs diesen Engpass meistert. Wie gut sind junge Filmemacherinnen darauf vorbereitet, gegen die Konkurrenz ihrer Kollegen und gegen den &#8222;Mainstream&#8220; der Medien eigensinnige Projekte durchzuk\u00e4mpfen?<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Buddy Systems und Frauennetzwerke<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einerseits wartet die Branche auf neue Talente, andererseits f\u00fcrchtet sie das Risiko, die erwartete Erfolgsquote im Kino oder Fernsehen nicht zu erreichen. Es geht um Investitionen und Prestige.<br \/>\nGr\u00f6\u00dfere Budgetentscheidungen, Innovatives in Form und Inhalt sind Stressfaktoren, zu deren Vermeidung sich M\u00e4nner instinktiv eher auf andere M\u00e4nner st\u00fctzen. Nicht zuletzt betrifft das auch das traditionelle Misstrauen in die Belastbarkeit von Frauen. Diesen Reflex kennen Dagmar Damek, Sandra Nettelbeck, Connie Walther. Esther Gronenborn, die seit 1997 als eine der beiden ersten Frauen in Deutschland Musik-Clips dreht, beschrieb die Spielregeln dieser absoluten M\u00e4nnerdom\u00e4ne in einem Artikel in der Kunstzeitschrift &#8222;Regina&#8220;. Es gibt Verst\u00e4ndigungssysteme unter M\u00e4nnern, meint sie, denen Frauen mit klarem Blick auf die Situation noch lange nicht beikommen. \u00dcber allt\u00e4gliche Umgangsformen, Gespr\u00e4chsstoffe (Fu\u00dfball, Autos, Frauen) schaffen sie ein Fluidum, das ihnen Sicherheit verschafft, Frauen jedoch leicht zu Fremdwesen stempelt.<br \/>\n&#8222;Je mehr Geld im Spiel, umso gr\u00f6\u00dfer der Druck&#8220;, meint Sandra Nettelbeck. Wie Esther Gronenborn und Connie Walther stellt sie &#8222;verdattert&#8220; fest, dass die Konflikte existieren, obwohl heute jedermann die Frage nach Frauenfeindlichkeit im Job von sich weisen w\u00fcrde. Eine typische Situation laut Sandra Nettelbeck: Jemand findet eine junge Regisseurin &#8222;ganz reizend&#8220; und sieht dann seine falschen Erwartungen entt\u00e4uscht, wenn sie um ihre Arbeit k\u00e4mpft und Streit riskiert.<br \/>\nConnie Walther macht darauf aufmerksam, dass in der Filmproduktion viele Entscheidungen &#8222;aus dem Bauch heraus&#8220; getroffen werden. M\u00e4nner, zumal die m\u00e4chtigen, sind in diese emotionale, pers\u00f6nliche Seite verstrickt, halten den Druck, den sie aus\u00fcben, jedoch oft f\u00fcr logisch und rational.<br \/>\nDie Frage der gegenseitigen Projektionen, die Hermine Huntgeburth f\u00fcr extrem wirkungsm\u00e4chtig h\u00e4lt, irritiert die meisten der Befragten und pr\u00e4gt ihre Arbeit dauernd. Zwei Beispiele: Es k\u00f6nne auch sein, dass Frauen in der M\u00e4nnerdom\u00e4ne Film sich wie der einzige Schwarze unter Wei\u00dfen f\u00fchlen, also m\u00f6glicherweise alle \u00c4u\u00dferungen insgeheim negativ auf sich beziehen, vermutet Connie Walther. Frauen im Team k\u00f6nnen oft eine pers\u00f6nliche Atmosph\u00e4re schaffen, M\u00e4nner k\u00f6nnen im entscheidenden Fall von Sympathien oder Animosit\u00e4ten absehen und lieber funktionierende B\u00fcndnisse schlie\u00dfen. Sandra Nettelbeck r\u00e4t: &#8222;Blo\u00df nicht die Nerven verlieren&#8220;, das schw\u00e4che die eigene Position und bediene das leidige Klischee, Frauen seien hysterisch. Frauen, die alles kontrollieren wollen, w\u00fcrden gef\u00fcrchtet, aber respektiert &#8211; so eine andere, oft genannte Erfahrung.<br \/>\nEsther Gronenborn erg\u00e4nzt die Beobachtung, dass Frauen lernen m\u00fc\u00dften, geschickt und energiesparend mit den Ego-Problemen vieler Kollegen und Entscheidungstr\u00e4ger umzugehen. Schon als Regieassistentin hat Connie Walther reichlich Erfahrung gesammelt mit dem resistenten Image des genialischen Regisseurs, der von Verehrerinnen umschw\u00e4rmt wird. &#8222;Wo&#8220;, fragt sie, &#8222;ist die dicke, unattraktive Regisseurin, die ihren jugendlichen Liebhaber am Set pr\u00e4sentiert?&#8220; Frauen werden, so das Res\u00fcmee, immer noch an ihrer \u00e4u\u00dferen Attraktivit\u00e4t gemessen, M\u00e4nner haben das nicht unbedingt n\u00f6tig. Deutlich wird, dass Filmemacherinnen die Eigenschaften, die sie zur Durchsetzung brauchen, ein Leben lang kultivieren m\u00fcssen. Wenn eine Frau bereit sei, sich f\u00fcr ihre \u00dcberzeugungen unbeliebt zu machen, bleiben am Ende die \u00fcbrig, die wirklich an ihrer Arbeit interessiert sind, res\u00fcmiert Sandra Nettelbeck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Organisierte Treffen, spezielle Frauenfachverb\u00e4nde sehen die meisten als wenig hilfreich an &#8211; die &#8222;Frauenecke&#8220; eben. M\u00e4chtige Netzwerke in Konkurrenz zu den traditionellen aufzubauen, halten sie f\u00fcr eine Illusion. Dagegen w\u00e4chst offensichtlich wieder ein Interesse an der Teamarbeit unter Frauen, &#8211; unideologisch, beil\u00e4ufig und am Projekt orientiert. Esther Gronenborn will ihre guten Erfahrungen damit in Zukunft ausbauen. Auch Jessica Hausner, Barbara Albert und Valeska Grisebach arbeiten gern mit Frauen im Team. Kein verbissenes Programm also, sondern ein offenes Spiel mit Chancen f\u00fcr Frauen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wie weiter?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter den vielen genannten Filmen der letzten Zeit, hat nur Caroline Link mit &#8222;Nirgendwo in Afrika&#8220; ein Budget \u00fcber zehn Millionen Mark zur Verf\u00fcgung gehabt. Vivian Naefe peilt eine \u00e4hnliche Summe f\u00fcr ihren geplanten Fantasy-Film an &#8211; der Erfolg von &#8222;Amelie&#8220;, vermutet sie, k\u00f6nne ihrem Projekt vielleicht die Tore \u00f6ffnen.<br \/>\nFilmemacherinnen in Deutschland richten sich immer noch damit ein, ihre Geschichten billiger zu realisieren als vergleichbare Projekte von Kollegen. Ausnahmen wie Sandra Nettelbecks &#8222;Mostly Martha&#8220; sind, wie beschrieben, reine Nervensache. Frauen werden, stellt man die geringen Chancen zum gro\u00dfen Budget in Rechnung, l\u00e4nger als Nachwuchs behandelt &#8211; manche f\u00fchlen sich sogar ewig auf diese Rolle festgelegt.<br \/>\nVielleicht fasziniert Doris D\u00f6rries Ratschlag zum Experiment mit der digitalen Kamera und No-Budget-Projekten deshalb so wenige ihrer Kolleginnen, weil sie den Nachholbedarf an gr\u00f6\u00dferen Vorhaben immer noch als Frage der Anerkennung ihrer Leistungen betrachten. Dennoch kann man nicht behaupten, Filmemacherinnen seien auf das Gleichziehen mit vergleichbaren Kollegen fixiert. Die Probleme, die ihre Arbeit beschr\u00e4nken, sind ausdr\u00fccklich nicht nur geschlechtsspezifische. Hermine Huntgeburth weist auf den Zusammenbruch der Programmkinokultur hin, auch auf die schwindende Zahl kleiner Verleihe. Das Defizit an einer dauernden Pr\u00e4senz von Regisseurinnen im Kino ist zugleich ein Teilproblem der mangelnden Filmkultur \u00fcberhaupt, meinen u.a. Connie Walther, Angela Schanelec und Sandra Nettelbeck.<br \/>\nEin wachsender Markt f\u00fcr konforme Fernsehfilmformate l\u00e4sst die Startchancen f\u00fcr originelle und authentische Filme insgesamt schwinden. Das kleine Fernsehspiel, eine Programmsparte des ZDF, die schon seit der ersten Generation der Regisseurinnen offen f\u00fcr deren subjektive Autorenfilme war und vielen Frauen ein Forum bot, wird voraussichtlich bald seine Programmstruktur \u00e4ndern. Maria Speth, Angela Schanelec und viele Nachwuchsregisseure f\u00fcrchten den Verlust. Auf der anderen Seite sieht Vivian Naefe seit Tom Tykwers &#8222;Lola rennt&#8220; ein neues Interesse der Fernsehproduzenten an &#8222;ausgeflippten&#8220;, auch teuren technikorientierten Erz\u00e4hlformen &#8211; und ein neues Feld f\u00fcr den Nachwuchs. \u00dcberhaupt ein Publikum f\u00fcr die eigenen Filme zu finden, das hei\u00dft ins Kino zu kommen und nicht gleich sang- und klanglos wieder daraus zu verschwinden, scheint heute ein zus\u00e4tzliches Problem im f\u00fcr Frauen besonders harten Konkurrenzkampf.<br \/>\nFrankreich pflegt seine Nachwuchstalente und pr\u00e4sentiert deutlich mehr Regisseurinnen im Kino. In Deutschland machten sich dagegen weitere als die genannten Umbr\u00fcche in einer defizit\u00e4ren Filmkultur bemerkbar. So wurden mit dem Ende der DDR vor zehn Jahren auch die wenigen Regisseurinnen der DEFA Opfer der neuen Konkurrenzsituation. Zuletzt drehte Heike Misselwitz 1996 den Spielfilm &#8222;Engelchen&#8220; und konzentrierte sich seither auf die Lehre an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg.<br \/>\nAuch viele der Autorenfilmerinnen der alten BRD wechselten l\u00e4ngst in die Ausbildung, unter ihnen Heike Sander, Jeanine Meerapfel, Claudia von Alemann, Ula St\u00f6ckl, Jutta Br\u00fcckner. Neue Filme von ihnen sind \u00e4u\u00dferst selten geworden in den letzten Jahren, obwohl weitere Projekte vorbereitet werden. Ulrike Ottinger kompensiert das Warten auf Finanzierung durch Theaterinszenierungen und Fotografie, Helma Sanders-Brahms u.a. mit einem Kurzfilm zur aktuellen Antiglobalisierungskampagne &#8211; beide pr\u00e4sentierten ihr Gesamtwerk in gr\u00f6\u00dferen Retrospektiven.<br \/>\nDie Aktivit\u00e4ten der \u00c4lteren haben jedoch keine nachdr\u00fccklich pr\u00e4senten Sch\u00fclerinnen hervorgebracht. So scheint die j\u00fcngste Generation ihre Ausdrucksmittel spontan neu zu entdecken und aus dem aktuellen Zeitgef\u00fchl zu filtern &#8211; eine Unmittelbarkeit, die dennoch bei genauerer Betrachtung Parallelen zu fr\u00fcheren Filmen erkennen lie\u00dfe.<br \/>\nDie erfolgreichen neuen Regisseurinnen eint &#8211; so eine vorsichtige These -das Grundgef\u00fchl, in einer Welt zu leben, die sie zunehmend nur als Surrogat empfinden. Daher mag sich das Beharren auf eigene Geschichten und Erfahrungen erkl\u00e4ren. &#8222;Ich&#8220; sagen mit dem Filmemachen ist nach wie vor ein wichtiger Impuls. Jessica Hausner, Barbara Albert, Esther Gronenborn, Connie Walther, Sandra Nettelbeck, Vanessa Jopp gehen alle von der Sehnsucht nach Authentizit\u00e4t, nach Mitteilbarkeit und Emotionalit\u00e4t aus &#8211; auch wenn ihre \u00e4sthetischen L\u00f6sungen nicht vergleichbar sind. &#8222;Unbedingte Gef\u00fchle&#8220; hat Vanessa Jopp gegen ihren Co-Autor in &#8222;Engel und Joe&#8220; durchgesetzt, ein Happy End schrieb Sandra Nettelbeck ihren Figuren in &#8222;Mostly Martha&#8220; ins Drehbuch, &#8222;weil sie es verdient haben&#8220;. Eine Gegenbewegung stellt Angela Schanelecs Kino dar, z.B. ihr lakonischer Beziehungsreigen in &#8222;Mein langsames Leben&#8220; &#8211; eine Dramaturgie, die einer outrierten Darstellung von Gef\u00fchlen mi\u00dftraut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So bleibt vorerst ein widerspr\u00fcchlicher Eindruck bestehen: Die neuen Regisseurinnen erfahren alte Muster der Geschlechterrivalit\u00e4t in ihren Produktionsbedingungen und wehren sich, wollen sie nicht den Anschluss verlieren. In ihren Filmen, zumal den Geschichten \u00fcber Jugendliche, erz\u00e4hlen sie von den Auseinandersetzungen zwischen Mann und Frau mit deutlicher Sehnsucht nach Harmonie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a9 Export-Union des Deutschen Films<\/em><\/p>\n<\/div><\/section><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"featured_media":67,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","tags":[],"portfolio_entries":[63],"class_list":["post-2778","portfolio","type-portfolio","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio_entries-texte"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v25.0 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Aufbruch aus der Frauenecke - f_films: female filmworkers in europe<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/f-films.deutsches-filminstitut.de\/cms\/film\/aufbruch-aus-der-frauenecke\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Aufbruch aus der Frauenecke - 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